Foto: Olivia Cullum
Die Stiftung Aufmüpfige Frauen verleiht den Preis Aufmüpfige Frau 2026 an Emma Păcurariu. Der Preis würdigt junge Frauen, die dem Feminismus zeitgemäßen Ausdruck verleihen.
Emma Păcurariu, *2005, arbeitete nach ihrem Abitur zwei Jahre in Theater und Film; momentan studiert sie Bühnen- und Kostümbild. Mit dem von ihr initiierten Festival FilmschweSTERN* will sie einen sicheren Raum für FLINTA*-Filmemacher*innen schaffen, um ohne den ständigen Kampf gegen patriarchale Strukturen lernen und wachsen zu können. Am Filmset ist selten Raum dafür da, in einem sicheren Umfeld Erfahrungen zu sammeln und an Fehlern zu lernen. Die Jury fand die Klarheit und Bestimmtheit des Engagements von Emma Păcurariu preiswürdig. Gerade in Dortmund, dem Sitz der Stiftung Aufmüpfige Frauen, findet Emma Păcurariu mit ihrem Aktionsfeld Film offene Ohren – wurde hier doch 1986 „femme totale“ gegründet, durch die das Thema Frauen und Film wichtige Impulse erhielt. Da war das Wort „FLINTA*“ noch nicht gelabelt und Frauen standen in der Filmbranche vor noch anderen Herausforderungen als heute. Dass Emma Păcurariu dieses Engegement weiterführt, ist ein Zeichen dafür, dass wir mit unseren Forderungen nach Anerkennung, Sichtbarkeit, eigenen Sprachen und Ausdrucksweisen, kreativen Räumen und gegenseitiger Solidarität nicht nachlassen dürfen.
