Stifterin & Vorstand

Stifterin und Vorstand

Die Vorstandsmitglieder 

(Fotos v.l.n.r. – zum Vergrößern auf ein Bild klicken)

Laura Chlebos, Sozialwissenschaftlerin MaJaC | Uni Bochum

Maresa Feldmann, Gleichstellungsbeauftragte | Stadt Dortmund

Karola Pohlhausen, Rechtsanwältin | Kanzlei Dortmund

Sigrid Metz-Göckel, Stifterin, i.R. Prof. Dr. Geschlechterforscherin | TU Dortmund

Die Stifterin

Prof. Dr. phil. (i.R.) Sigrid Metz-Göckel
Sozialwissenschaftlerin

1960-1966 Studium der Volkswirtschaftslehre in Mainz, Soziologie-Diplom in Frankfurt, 1968-1976 Assistentin und Dozentin an der JLU Gießen, 1972 Promotion, Doktormutter Prof. Dr. Helge Pross, 1976 Ruf nach Dortmund.

Stifterin Sigrid Metz-Göckel

Geboren wurde ich 1940 in Oberschlesien. Im Januar 1945 ist unsere Mutter mit drei kleinen Kindern auf die Flucht gegangen und nach langen Fluchtbewegungen in Oberschlesien/Polen 1950 in Ostfriesland angekommen. Das Abitur habe ich 1960 auf dem altsprachlichen Zweig eines Mädchengymnasiums in Hannover gemacht.

Nach der Promotion wurde ich relativ jung Professorin an der Universität Dortmund. Ich finde, Hochschullehrerin ist ein wunderbarer Beruf für Frauen, wahrlich ein Traumberuf. Als Professorin war ich aber viele Jahre allein in einer männlichen Umgebung und fand dies sehr veränderungsbedürftig. Daher habe ich viele Gruppen von Frauen mitgegründet und mich für Belange von Frauen in der Wissenschaft und darüber hinaus engagiert.

Von 1976 bis 2005 war ich Leiterin des Hochschuldidaktischen Zentrums der Universität Dortmund (jetzt Zentrum für HochschulBildung) und sachverständiges Mitglied in zahlreichen Kommissionen und Beiräten, z.B. einer Enquête-Kommission des Deutschen Bundestages, einer Senatskommission der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der Frauenforschungskommission Niedersachsen, der Bildungskommission von NRW u.a.m. sowie Initiatorin und Sprecherin des ersten Graduiertenkollegs der Frauenforschung (DFG) und eines Promotionskollegs der Hans Böckler Stiftung. 2000 habe ich mit Aylâ Neusel die Internationale Frauenuniversität Technik und Kultur (IFU) während der Weltausstellung in Hannover konzipiert und die Evaluation durchgeführt.

Bereits im aktiven Ruhestand war ich 10 Jahre lang Mitglied im Hochschulrat der Universität Oldenburg und im Fachausschuss Systemakkreditierung des ACQUIN Akkreditierungs-, Certifizierungs- und Qualitätssicherungsinstituts. Dies alles ist nun Vergangenheit.

Zurzeit bin ich weiterhin in der Redaktion der Zeitschrift „Gender. Zeitschrift für Geschlecht, Kultur und Gesellschaft“ und betreue einige wenige Doktorarbeiten. Veröffentlicht habe ich zur Hochschul-, Frauen- und Geschlechterforschung und war zu längeren Forschungsaufenthalten in den USA (in Berkeley und in Wellesley (MA), in Frankreich (CNRS Paris) und 2002/3 in Polen (Krakau).

Ich bin leidenschaftlich gern Wissenschaftlerin, zugleich eine Grenzgängerin zwischen Wissenschaft und Wissenschaftspolitik. Durch meine Aktivitäten in der neuen Frauenbewegung, insbesondere in der Frauenhochschulbewegung habe ich viel gelernt, z.B. Politik mitzugestalten und dabei habe ich viele Ängste überwunden.

Da ich in meiner Kindheit und Jugend viel Unterstützung und Solidarität von anderen erfahren habe, versuche ich mit der Stiftung etwas davon an die Frauen und die Gesellschaft zurückzugeben. Daher habe ich 2004 mit angespartem Privatkapital und weiteren Spenden die „Stiftung Aufmüpfige Frauen“ gegründet.